zur Kommunion

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Empfang des Altarsakramentes und Danksagung

O Herr, i bin’s net würdig
O Herr, i bin’s net wert,
daß der glorreich Christkönig
in mei arm`s Herz eikehrt.
Du warst so lammsgeduldig,
wia’s Di ans Kreuz ham gschlag’n,
und i werd so leicht schuldig,
muaß i des Kloanste trag`n.

Da Wald is halt so stoanig
voll Würz und Straa und Sand,
da kimm i so alloanig
ohn’ Gottes Hilf net z`stand
Oa Wort von Dir tat glanga,
na waa mei Seel schneeweiß,
und i derft na empfanga,
de heil ‘ge Himmelsspeis.

Und is mei Sündenpinkerl
mir schier net zum vergeb`m
hoff` i im Herzenswinkerl
halt do’ aufs ew`ge Leb’m.
Beim letzten Agnus Dei.
gel, da verzeihst ma’s scho!
Mit Gott, so geh und steh i
und tua all’s, wos i konn

Würz = Wurzeln

Bei seiner Gewissenserforschung vor dem Empfang der Kommunion erkennt er, dass er im vergleich zum glorreichen Christkönig eigentlich unwürdig zum Empfang ist. Jesus war so geduldig und er ist schon bei der kleinsten Belastung wankelmütig, wird schuldig.

Die Arbeit im Wald ist halt so hart, der Boden steinig, voller Wurzeln und nicht sehr fruchtbar. Allein, ohne Gottes Hilfe kommt er da oft nicht zurecht. Daher bittet er um ein Wort der Gnade von Gott und seine Seele wird rein und er darf zum Tisch des Herrn.

Und ist auch sein Sündenregister so groß, dass es fast nicht „vergeben“ werden kann, so hofft er doch aus vollem Herzen, dass er das ewige Leben erhält. Beim letzten Gericht bittet er den Herrn schon jetzt um Gnade, denn eigentlich versucht er mit Gott sein Leben zu leben, und alles zu tun, was in seiner Macht steht (um dies zu erreichen).