Gloria

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Lobgesang

Da Wald braust Dir, Herrgott zu Lob und Ehr;
der Wind fliagt scho z’weitast vom fernen Meer her
Es beug’n sich alle Wipfel,
es singt um d’Fels’n Gipfel:
Gloria Gott im Himmel wia bist Du so groß!
Unser Stimm is ja viel z’schwach wia sag`n ma Dir’s bloß?

Da Bach rauscht, Dir, Herrgot, zu Lob und Preis’;
die Vogerl die singen die allerschönst Weis.
Koa End nimmt dös Singa
im Wald hört ma’s klinga:
Gloria, Gott im Himmel, wia bist Du so groß!
Unser Stimm is ja viel z’schwach, wia sag`n ma Dir’s bloß?

Jetzt wird der Wald ganz stad vor heiliger Scheu,
da klingen die Stimmen scho wieder auf`s neu.
Der Herrgott gibt sein Segen,
dem Schöpfer schallt’s entgegen:
Gloria, Gott im Himmel wia bist Du so groß!
Unser Stimm is ja viel z’schwach, wia sag`n ma Dir’s bloß?

Der ihm so wohlbekannte Wald ist auch der Ausgangspunkt für die Verherrlichung Gottes im Gloria: Der Wind, der vom weiten Meer her kommt und die so starren sturmerprobten Wipfel beugt, der Wind, der um die Felsengipfel singt und pfeift, alles geschieht für ihn im Namen Gottes, der so groß und allgewaltig im Himmel über ihm thront. Wie kann er da mit seiner schwachen Stimme einen ähnlichen Lobpreis erreichen.

Auch das Rauschen des Baches geschieht zum Lobe Gottes, ebenso wie das Singen der Vögel. Endlos ist dieses Singen und Klingen im Wald zur Ehre des großen Gottes im Himmel. Wie kann er – der einfache kleine Waldler – da mit seiner schwachen Stimme mithalten?

Der Wald wird ganz ruhig und still, wenn der Herrgott seinen Segen gibt. Doch dann erschallen seine Stimmen freudig dem großen Schöpfer im Himmel entgegen, und auch hier erkennt der Waldler wieder seine eigene Größe. Er ist viel zu schwach, weiß nicht wie er es dem Herrgott im Himmel sagen, wie er für diese Schöpfung danken kann und soll.