Credo

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Fest als wia a oachner Baam, so steht mei Glaub`m
und koa Weda ko den Glaub`m mir nimmer raub`m
wenn’s ma aa mei Haus eireißt
Vater Sohn und Heiliger Geist
san und bleibm die höchsten Drei.
Muatter Gottes, steh mir bei!

Hat den Heiland uns geborn in stiller Nacht,
der am Kreuz sei Leb’m valorn, dös Opfer bracht,
fahrt zur Höll; steht auf vom Tod,
schaug’n herab die heiligen Drei,
Muatter Gottes steh mir bei!

Z’tiafst im Wald, da wart i gern,
bis’s Wunder g`schiecht;
bis mi dann der Engel ruaft zum letzten G’richt,
laß, o Herr, mi würdig sei,
daß i kimm in Himmel nei,
aufi zu die heiligen Drei,
Muatter Gottes, steh mir bei!

In seinem Glaubensbekenntnis vergleicht der Waldler sich mit seiner ihm vertrauten Umwelt. Sein Glaube ist fest wie eine Eiche, stark verwurzelt und unerschütterlich. Kein Sturm und mag er auch so stark sein, dass er sogar sein Haus einreißt kann ihn seinen Glauben rauben. Für ihn bleiben Vater, Sohn und Heiliger Geist die höchsten Drei. Doch erkennt er auch seine Schwäche – und bittet daher um den Beistand der Gottesmutter Maria.

So ist sein Glaubensbekenntnis auch einfach, schlicht, kurz und prägnant, aber ehrlich. Er lebt gern in seinem Wald und wartet auf das Wunder beim letzten Gericht.Hier bittet er die Gottesmutter um Ihren Beistand, dass er würdig sei um die ewige Herrlichkeit bei Gott zu erlangen